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"Amigos para
sempre"
Eine ganz normale Urlaubsrreise war unsere Tour bestimmt nicht, denn wer opfert seine Freizeit schon so ohne weiteres, um stundenlang auf Konzertbeginne zu warten, sich den dicken Pulli einzupacken wenn eine klimatisierte Busreise bevorsteht, oder nach jedem Transport erst einmal zu kontrollieren, ob die Instrumente noch funktionieren. Wir haben also bei 8 Konzerten gelernt, was brasilianische Pünktlichkeit ist. Eine Woche verbrachten wir in Rio de Janeiro und eine Woche im 2000 km nördlich gelegenen Porto do Mato. An beiden Orten herrschte zur Zeit Winter, den wir allerdings bei 25 bis 35 Grad Celsius nicht gespürt haben. In Rio waren wir in einem Hotel untergebracht, das etwa 100 m von der Copacabana entfernt lag. Dementsprechend haben wir das auch genutzt. War mal am Tag viel Programm angesagt, so wurde abends einfach eine Beachparty auf die Beine gestellt. Die Konzerte in Rio wurden organisiert durch den CCDIA (Cooperative Center for the Development of Children and Adolescents), eine Organisation des Fußballspielers Gorginho für brasilianische Straßenkinder und waren zum Teil in den besten Häusern der Stadt (z.B. Musikhochschule von Rio) und zum anderen mitten im Einkaufszentrum oder auf einem Marktplatz. Ob Jung oder Alt, ob Arm oder Reich, alle waren begeistert und hörten und schauten uns zu, wie unser Dirigent Heinz Gengler mit 83 Jahren und der Gastdirigent Bernd Maltry das Orchester zu Höchstleistungen antrieb. An einem freien Tag blieb uns Zeit, per Zahnradbahn auf den Cocovado-Berg zur 38 m hohen Christus-Statue zu fahren und den Zuckerhut über eine Gondel zu besuchen. Der zweite Teil unserer Reise führte uns in die Nähe von Aracaju nach Porto do Mato, wo Pater Hubert Leeb seit 20 Jahren Entwicklungshilfe leistet und inzwischen den Kindern aus dem Urwaldgebiet in seiner eigenen Missionsstation sogar eine Schule, eine eigene Bäckerei und eine Schneiderei bieten kann. Die Konzerte selbst fanden in Aracaju statt und wir mußten jeden Tag mit einem Bus, der mindestens 40 Jahre alt war und praktisch ohne Federung, zwei Stunden dort hinfahren und kamen oft nicht vor dem Morgengrauen zurück zur Station. Entschädigt wurden wir dann mit einer kleinen Schiffsreise zu einer traumhaften Insel, wobei wir erst einmal zwei Stunden auf einer Sandbank feststeckten, aber mit kölschen Liedern ließ sich auch dieses bewerkstelligen. Als Abschluß machten wir dann eine Jeepfahrt entlang einer der schönsten Strände Brasiliens. Diese Konzerttournee war für uns ein besonderes Erlebnis und wird uns in tiefer Erinnerung bleiben. Ins Herz geschlossen haben wir ein spezielles Lied unseres Padres "Amigos para sempre" (Freunde für immer), das wir sogar am Frankfurter Flughafen noch auf den Lippen hatten. (Siehe hierzu auch die Pressemitteilungen) Spielorte in Brasilien
- Ein Fernseh - Live-Auftritt mußte leider kurzfristig auf Grund eines Staatsbesuches abgesagt werden.
6. Internationales Akkordeon-Festival ´98 vom 21. - 24. Mai 1998 in Innsbruck
Musikalischer Altstadt-Zauber am 23. Mai 1998 in Innsbruck Akkordeon - LIVE
Unterhaltungsmusik, Pop, Rock
Das Erste Kölner Akkordeon-Orchester ist vom
21.-24. Mai 1998 zum Internationalen Akkordeon-Festival nach Innsbruck
gefahren. Am 23. Mai 1998 durften wir uns am musikalischen Altstadt-Zauber
in Innsbruck beteiligen und spielten auf einer von 7 bereitgestellten
Bühnen 3,5 Stunden Unterhaltungsmusik. Das zahlreiche Publikum
stand dicht gedrängt bis an unsere Bühne und war so
begeistert, daß wir den Titel "Piep, piep, piep, Guildo
hat Euch lieb", der von unserem "Meister" Matthias Hennecke kurzfristig
für Akkordeon-Orchester bearbeitet wurde, 4 mal spielen mußten.
Sogar unser Busfahrer Karl-Ernst Nöckel hatte bei den "Kölschen
Liedern" seine gesanglichen Fähigkeiten dargeboten. Auch
unser "Altmeister" Heinz Gengler kam zur Veranstaltung nachdem
er seine Juryarbeit beendet hatte und dirigierte das Orchester
mit einigen Titeln, wie z.B. Die alten Kameraden, Brasilia usw.
Der ganze Abend war ein überwältigender Erfolg und hatte
uns Spielern einen Riesenspaß gemacht. Es wird auch in "Wöchentliche Akkordeon-Nachrichten vom 5.6.98" bei "Akkordeon Weltweit" darüber berichtet!
Konzertreise am 21.-23. November 1998 nach BerlinDas "Akkordeon-Orchester Berlin e.V." beging am 21.11.1998 in Neukölln sein 50-jähriges Jubiläum. Der Festabend wurde durch das Jubiläumsorchester mit der "Peer Gynt-Suite Nr.1" eröffnet. Nachdem das Erste Kölner Akkordeon-Orchester den zweiten Teil mit der "Moldau" (Smetana), The Beatles-Medley (Hennecke) u.a. bestritten hatte, wurde das gesamte Orchester zu einem hervorragenden Abendessen mit Tanzmusik, gespielt von einer Akkordeon-Big-Band, eingeladen. Das Kölner Orchester unternimmt selten eine Reise mit nur einem Konzert. So wurde am darauffolgenden Nachmittag im Ernst-Reuter-Saal in Berlin-Reinickendorf zusammen mit der Akkordeonspielgemeinschaft Charlottenburg "Akkordia 1935 e.V." ein weiteres Konzert gegeben. Da viele Besucher vom vorherigen Konzert mitgereist waren, musste auch ein anders Programm gespielt werden. "Akkordia 1935" gab mit "Ol´ Man River" aus dem Musical "Showboar" einen gesanglichen Leckerbissen. Zur Eröffnung des 2. Teils spielte das Kölner Ensemble die Ouvertüre zu "Wilhelm Tell" (Rossini). Das Konzert muss sehr gut gewesen sein, denn danach war der Andrang auf die Tonträger so groß, dass es der größte CD-Verkauf aller bisherigen Konzerte wurde. Anschließend ist in Charlottenburg im Jugendclubheim der Akkordia das erfolgreiche Konzert gebührend gefeiert worden. Auch die Kultur kam nicht zu kurz, denn auf dem
Wege der Heimreise wurde noch Potsdam und Sanssouci besichtigt,
was viele Spielerinnen und Spieler des Orchesters zum ersten mal
sahen. Leider war bedingt durch die Jahreszeit nichts von den
eigentlich zu bewundernden Parkgewächsen zu sehen. Festzuhalten
ist aber - Berlin ist immer eine Reise wert! -uwh-
Tour de KulturErstes Kölner Akkordeon-Orchester auf Kanada-KonzerttourneeAuf Einladung zum 25-jährigen Jubiläum
des
Kimberley International Old Time Accordion Championship unternahm das Kölner Orchester eine Konzerttournee durch die Rocky Mountains, wobei mit dem Bus weit über 2000 km zurückgelegt wurden. Insgesamt 7 Auftritte hatte das Orchester mit seinen 40 Musikern absolviert. Wir hatten die Ehre bei diesem Festival, das vom
4. - 11. Juli 1999 stattfand, das Festkonzert zu gestalten. Die
Halle war mit über 2000 Besuchern bis auf den letzten Platz
gefüllt. Nach dem großen Festkonzert mit Showeinlagen
spielte das gesamte Orchester im Sound und Stil einer großen
Bigband noch 2 Stunden lang zum Tanz auf. Tourablauf:
Abflug von Frankfurt nach Calgary. Wobei unsere Maschine 2,5 Stunden am Rollfeld auf Freigabe wartete. Begrüßung am Flughafen in Calgary durch die kölsche/kanadische Reiseleiterin Rosmarie der HANSEATIC Calgary Travel Inc. Transfer zum Hotel in Calgary.
Stadtrundfahrt durch Calgary. Wir sahen u.a. das Fort Calgary, den Stampede Park, wo in jedem Jahr zur gleichen Zeit die"Greatest Outdoor Show" mit Rodeo und Planwagenrennen stattfand, den Olympic Park, in Erinnerung an die Olympischen Winterspiele 1988, das farbenfrohe chinesische Stadtviertel und die Universität mit seiner Eisschnellaufbahn. Am frühen Nachmittag ging es weiter nach Banff. Gegen 19.00 Uhr hatten wir unser erstes Konzert im berühmten Banff Springs Hotel. Heute fuhren wir durch einen Teil des Banff National Parks mit seinen mächtigen Gebirgsketten, durch das Tal des Bow Rivers und weiter durch den Kootenay National Park nach Radium Hot Springs mit seinen heißen Quellen. Auf dieser Fahrt durch die grandiose Berglandschaft zeigte sich oftmals Wild am Straßenrand. In dem dortigen Schwimmbad hatten wir Gelegenheit, dieses heiße Quellwasser zu genießen. Weiter ging es dann nach Süden entlang des Columbia River zur hübschen Ortschaft Kimberley, ein Ort im bayrischen Stil mit der größten Kuckucksuhr der Welt. Morgens machten wir einen Ausflug nach Cranbrook und Fort Steel. Abends war dann das Festkonzert des "Kimberley International Old Time Accordion Championship" vor über 1900 Konzertbesuchern, was zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde. Anschießend hatten wir noch bis Mitternacht zum Tanz aufgespielt. Dieser Abend zählt mit zu den größten Erfolgen des "Ersten Kölner Akkordeon-Orchesters". Der Vormittag war zur freien Verfügung, denn der Abend zuvor war doch sehr anstrengend. Um 15:30 Uhr spielten wir zur Unterhaltung am "Platzl" in Kimberley (Open Air), der vor lauter Menschen fast "platzte". Wir sahen Leute die unter freiem Himmel zu unserer Musik tanzten. Kimberley wird uns immer in bester Erinnerung bleiben. Auf der heutigen Fahrt nach Banff sahen wir die schönsten Seen im Banff Nafional Park; zunächst den Lake Louise, benannt nach der Tochter der Königin Viktoria von England. Hier konnten wir wandern, Boot fahren, reiten oder eine Fahrt mit dem von Pferden gezogenen Wagen machen. Heute fuhren wir Richtung Norden nach Jasper über die "Traumstraße der Welt", den Icefield Parkway, mit ihren tiefgrünen Gletscherseen und dem Columbia Icefield, einer mächtigen Gletschermasse. Wer mochte konnte eine Gletscherfahrt mit dem "Snocoach" machen. Über den Yellowhead Highway gelangten wir heute nach Edmonton, der Hauptstadt der Provinz Alberta. Auf einer Stadtrundfahrt lernten wir Edmonton kennen. Edmonton hat u.a. das größte Einkaufs- und Vergnügungszentrum von Nordamerika, mit einem mehrstöckigen Wellenbad, einer Indoor-Achterbahn, Delphine, U-Boote, von denen man Aquarien anschauen konnte, Restaurants, Hotels und einige hundert Geschäfte. Am Abend fand ein Konzert im "German Canadian Cultural Association" statt. Die Besucher waren fasziniert von der Vielseitigkeit und Klangfülle eines Akkordeonorchesters. Auch der deutsche Konsul von Edmonton war anwesend. Einige Besucher sind uns sogar von Kimberley hinterhergereist. Man beachte dabei die riesigen Entfernungen. Damit wir auch etwas von der Prärie kennenlernen, wurden wir auf dem Weg nach Calgary ein Stück durch eine fast tafelflache Landschaft geführt. In Drummheller versetzte man uns 65 Mio. Jahre zurück in die Vorzeit, als hier die Dinosaurier lebten. Die größte und bedeutendste Dinosaurier-Ausstellung mit Forschungsinstitut begeistert nicht nur Paläontologen. An diesem Tag hatte es unterwegs so geregnet, daß sogar die Akkordeonkoffer in den Ladeluken vom Bus naß wurden. In Kanada ist eben alles "big". Der Tag stand uns vorwiegend zur eigenen Verfügung. Am Abend spielten wir ein Konzert im "Euro-Canadian Cultural Centre" zusammen mit dem Akkordeon-Orchester "The Jarosh Ensemble" aus Calgary. Als Überraschung besuchte Marie-Luise Marjan (Mutter Beimer aus der "Lindenstraße") das Konzert. Anschließend gab es ein gemeinsames Abendessen im Euro Centre am Bow River. Nach dem Abschieds-Frühstück hatten wir noch Zeit einige Indianertänze und Cowboy-Vorführungen auf der Stampede zu besuchen. Nachmittags dann der Transfer zum Flughafen in Calgary zu unserem Rückflug nach Deutschland. Um 11:00 Uhr war dann die planmäßige Ankunft im Flughafen Frankfurt und Rückreise nach Köln. Leider war wie immer die Zeit viel zu schnell vergangen. Aber wir waren nicht das letzte Mal in Kanada. -Versprochen!-
Ein Überraschungskonzert als Geschenk vom 1.KAO zum 85.Geburtstag von Heinz Gengler sollte es sein. Aber wie?Heinz Gengler hatte vor einem Jahr bereits gesagt- und immer wiederholt- "mein Geburtstag soll ein Tag wie jeder andere sein." "Ich möchte keine große Feier". Wir haben das respektiert. Jedoch hat er nie gesagt, daß vor oder nach diesem Tag nichts geschehen darf.
Viele Persönlichkeiten der Akkordeonbewegung
waren gekommen, die wir natürlich rechtzeitig benachrichtigt
hatten:
Heiderose Riefler; Ernst Braun; Fritz Dobler; Klaus Gengler; Josef Holler; Eugen Honecker; Arnold Kutzli; Werner Niehues; Georg Penz; der Präsident des DHV und Mitglied des Landes BW, Ernst Pfister; Günther Hecht, Präsident der Handwerkskammer BW.(u.v.a.)
Siehe auch Bericht in
"Wöchentliche
Akkordeon-Nachrichten vom 12.2.1999" bei "Akkordeon Weltweit"
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